Am Sonntag, den 27.07.2025, diente Bezirksapostel Michael Erich, der Präsident der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, den Glaubensgeschwistern in der Gemeinde Passau, zusammen mit den eingeladenen Gemeinden Vilshofen und Pocking.
Das Bibelwort für den Festgottesdienst stammte aus Lukas 13, Verse 12 und 13:
„Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit! Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.“
Zu Beginn des Gottesdienstes entschuldigte sich Bezirksapostel Ehrich bei der Gemeinde, dass der ursprünglich geplante Gottesdienst am 1. Advent 2023 dem damaligen Schneechaos zum Opfer gefallen war – umso größer die Freude, nun gemeinsam diesen Gottesdienst feiern zu können.
Jesus ist das Licht, das Maß, die Heilung
Er nahm das Eingangslied der Sänger „Gott ist mein Licht“ zum Anlass, auf das Wirken Jesu als Licht der Welt hinzuweisen. Jesus sei nicht nur das Licht, sondern auch das Maß – durch ihn werde offenbar, was nützlich ist und was nicht. Wer bei Jesus sei, für den bleibe es nie dunkel.
Die Krankheiten der Seele
Im Zentrum der Predigt stand die Heilung – nicht im medizinischen Sinn, sondern im geistlichen: Es ging um Krankheiten der Seele, die den Menschen von Gott trennen können. Dabei erinnerte der Bezirksapostel an die biblische Szene, in der Jesus einen Gelähmten heilte – jedoch zuerst dessen Sünden vergab. Daraus leitete er ab: Zuerst geht es um das Heil der Seele – dann folgt alles Weitere.
Der Bezirksapostel nannte einige konkrete Seelenkrankheiten:
Lieblosigkeit, die Türen öffne für Egoismus, Neid, Geiz und Narzissmus.
Mutlosigkeit und Hoffnungslosigkeit, wo eigentlich Vertrauen in Gott wachsen sollte.
Verengte Sichtweisen, bei denen das Irdische über das Göttliche gestellt wird.
Heilung beginnt mit einem Wunsch
Wesentlich für die Heilung sei der Wunsch danach. Sie geschehe durch Gottnähe, durch das bewusste Feiern des Heiligen Abendmahls – manchmal auch durch schwierige Lebensumstände, die uns neu zu Gott führen. Dabei warnte der Bezirksapostel davor, die Relationen zu verlieren: „Wir regen uns oft über Kleinigkeiten auf und vergessen die Dankbarkeit.“
Apostel Andreas Sargant griff im folgenden Predigtbeitrag, die Frage nach dem persönlichen Energieeinsatz auf: „Worin stecken wir unsere Energie? In Gottes Plan?“ Nur dort gebe es wirkliche Sicherheit, so seine Antwort: „Vertraue ihm!“
Bischof Paul Hepp führte seinerseits noch eine weitere Krankheit der Seele an: die Unversöhnlichkeit.
In diesem Zusammenhang zitierte Bezirksapostel Ehrich Johann Wolfgang von Goethe: „Wir erschrecken an unseren Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken.“ Ein Zitat, das besonders im Hinblick auf das bevorstehende Heilige Abendmahl tief nachwirken durfte.
Ein Satz zum Mitnehmen
Der Bezirksapostel fasste die Botschaft des Gottesdienstes in einem zentralen Satz zusammen: „Höre auf den Ruf des Herrn, vertraue ihm, folge ihm und suche seine Nähe – dann hat dieser Gottesdienst seinen Zweck erfüllt.“
Der Gottesdienst wurde in die Gemeinden des Kirchenbezirks Landshut übertragen und feierlich von Orgel, Chor, Gitarre und einem Männerduett begleitet.