Am Sonntag, den 25. Mai 2025, feierten die Kinder aus dem Bezirk Landshut ihren Kindertag im Wildniscamp am Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald. Trotz kühlem und regnerischem Wetter kamen viele Kinder, Eltern, Betreuer und Gemeindemitglieder zusammen. Eingeladen war besonders auch die Gemeinde Zwiesel, deren Mitglieder den Tag tatkräftig unterstützten.
Der Kindertag begann um 9.50 Uhr mit einem kurzen Kennenlernspiel, das Priester David Wenzl leitete. Anschließend fand das gemeinsame Einsingen mit Schwester Sonja Urbanski und Schwester Sylvia Schlopakowski statt. Die beiden leiten den Bezirkskinderchor und stimmten die Kinder musikalisch auf den Gottesdienst ein.
Um 10.30 Uhr begann der Open-Air-Gottesdienst, den Bezirksevangelist Ewald Maier durchführte. Grundlage war das Bibelwort aus Galater 6, 9-10:
"Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen."
Passend dazu stand der Kindertag unter dem Motto: "Auch kleine Hände können Gutes tun", in Anlehnung an das Jahresmotto "Es ist Zeit, Gutes zu tun."
Die Kinder sangen zu Beginn das Lied: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind..."
Bezirksevangelist Maier betonte, dass hier deutlich mehr als das "Minimum" versammelt sei und lenkte den Blick auf das Gute, das jeder Einzelne tun kann. Die Kinder nannten viele Beispiele, die der Bezirksvorsteher aufgriff. Auch wurde Bezug auf Jesu Wirken genommen, der viel Gutes tat und Wunder wirkte.
Ein anschauliches Beispiel brachte er in Bezug auf die Ernte: Ein Landwirt, der das Wetter nach Wunsch bestimmen durfte, vergaß dabei den Wind. So wuchs zwar etwas, aber am Ende fehlte die Frucht. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregte.
Vier Kinder trugen anschließend eine kindgerecht umgeschriebene Version des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter aus Lukas 10,30-37 vor, wobei jede Rolle aus der Sicht der beteiligten Personen beschrieben wurde.
In seiner Ausführung erklärte der Bezirksvorsteher, dass auch der Priester und der Levit nach ihren religiösen Vorschriften handelten. Der Samariter aber tat, was in seiner Möglichkeit lag, und half aus vollem Herzen.
Diakon Tobias Gebhardt aus der Gemeinde Landshut wurde zum Mitdienen aufgerufen. Er unterstrich die Gedanken des Textworts mit einem Bild aus der Natur: Samen müssten sorgfältig in gut vorbereiteten Boden gesät werden, um Frucht zu bringen. Gutes Tun brauche also Vorbereitung und Sorgfalt.
Nach der Feier der Sündenvergebung und des Heiligen Abendmahls endete der Gottesdienst mit einem Schlussgebet.
Anschließend versammelten sich alle zum gemeinsamen Mittagessen. Das Team des Wildniscamps hatte alles gut vorbereitet, sodass alle satt wurden und neue Kraft für den Nachmittag fanden.
Das Nachmittagsprogramm war vielfältig: Die Kinder konnten an einem rund 1,5-stündigen Waldspaziergang mit Naturführern des Nationalparks teilnehmen. Dabei lernten sie viel über den Wald als Lebensraum. Die Guides lobten besonders das Wissen der Kinder, das sie beeindruckte.
Zudem gab es verschiedene Spiele wie Dosenwerfen, Dart, Badminton, Fußball, Bastelangebote und ein Tauziehen – sogar im Wettkampf "Kinder gegen Amtsträger".
Zum Abschluss des Tages gab es für alle noch Kaffee und Kuchen. Gegen 16 Uhr endete der Kindertag mit einem kurzen Schlussgebet. Die Kinder erhielten zum Andenken kleine Geschenke.
Ein kleiner Zwischenfall sorgte zwischendurch für Schmunzeln: Ein Mikrofon fiel über ein Keyboard, wodurch versehentlich das Schlagzeugprogramm ausgelöst wurde. Mit Humor wurde auch diese Panne gut aufgenommen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern, besonders der Gemeinde Zwiesel und ihrem Vorsteher Priester Simon Lehné, der ebenfalls zum Gelingen beitrug. Trotz des unbeständigen Wetters bleibt der Kindertag als ein schöner, lebendiger und gemeinschaftlicher Tag in Erinnerung.