Am 13. Juni 2021 legte der junge Glaubensbruder Patrick Schütte in der Gemeinde Passau sein Konfirmationsgelübde ab. Den Gottesdienst für die Segenshandlung der Konfirmation hielt der Leiter des Kirchenbezirks Landshut Bezirksevangelist Ewald Maier.
Im Sprengel Passau, Vilshofen, Pocking und Zwiesel fand in jeder Gemeinde eine Konfirmation statt. Gemeinsam aus allen vier Gemeinden trafen sich die jeweiligen Konfirmierten seit Oktober 2020 zum Teil in Präsenz, jedoch zum größten Teil virtuell, zum Konfirmandenunterricht.
Den Gottesdiensten zur Konfirmation lag das Bibelwort aus dem 2. Thessalonicher 3,3 „Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.“ zugrunde.
Bezirksevangelist Maier begann den Gottesdienst bewusst mit einer chinesischen Parabel, wo einst ein Bauer ein Pferd besaß, welches er zum Bestellen des Ackers brauchte, doch dieses brach aus. Die Menschen sagten: „O wie schade, was hat der Bauer für ein Unglück“.
Hier zog der Leiter des Kirchenbezirks Ewald Maier den Vergleich zu unserem Leben, sowohl dem von Patrick und als auch dem der Gemeinde, „haben wir nicht schon oft erlebt […], dass manche Dinge, die wir uns vorgestellt haben zusammen brechen?“
Doch eines Morgens stand das Pferd zusammen mit Wildpferden wieder da; und die Menschen sagten wieder: „welch ein Glück“. Der Sohn des Bauern wollte nun auch ein Wildpferd bereiten und stürzte und brach sich ein Bein, nun meinten die Dorfbewohner, was für ein Pech der Bauer doch wieder habe. Doch dann begann der Krieg und der Sohn konnte nicht eingezogen werden. Bezirksevangelist Maier zog erneut die Parallele auch in das Glaubensleben von Patrick und den Geschwistern: „Wir wollen dem lieben Gott vertrauen! Er weiß was er zulässt, was er mir und dir zumutet.“
Maier sprach von dem Vergleich des Paulus, „den Siegespreis kann man nur erringen, wenn man bis zum Schluss durchhält.“ Paulus verglich hierbei die Disziplin eines Sportlers, mit der unsrigen im Glaubensleben und dass wir, um das Ziel zu erreichen, kämpfen müssen. Im Laufe der Predigt wurde dem Konfimanden und den Geschwistern auch noch nahegelegt, dass sie Christi Zeugen sein und in der Gemeinschaft bleiben sollten. Die Gebote von Gott sind Richtschnur für uns, aber auch die staatlichen Gesetze.
Zur weiteren Wortverkündigung wurde noch der Konfirmandenlehrer, Priester Simon Lehné, aufgerufen, welcher nochmals auf den besonderen Jahrgang in welchem die Konfirmanden waren, einging und wie trotz virtuellem Unterricht Gemeinschaft entstehen konnte.
In der Konfirmation bekennt sich ein neuapostolischer Christ zu seinem Glauben und trägt von dort an die Verantwortung für sein Glaubensleben. Diesen Schritt bekennt der Konfirmand vor Gott und der Gemeinde mit einem Ja-Wort und dem Konfirmationsgelübde. Sein Bekenntnis zum Glauben, die Verantwortung und vor allem die Bestätigungen im Glauben wird mit einer Segnung des Konfirmanden durch den Dienstleiter abgeschlossen. (lat. confirmatio: Bestätigung/ lat. Verb confirmare: festigen) Der Konfirmand ist nun ein mündiger Christ.
Der Gottesdienst wurde umrahmt vom Passauer Instrumentalensemble, welches von Sprechern und einer Sängerin begleitet wurde, und hatte auch die Besonderheit, dass der Gemeindegesang mit Maske wieder erlaubt war.