Gottesdienst unter Freunden in der Neuapostolischen Gemeinde Dingolfing
Seit zwei Jahrzehnten feiert die Neuapostolische Gemeinde Dingolfing jeweils im April einen Gottesdienst mit Freunden, Nachbarn und Vertretern der politischen Gemeinde. Heuer stand die Feierstunde unter einem Text aus dem Mathäus-Evangelium:
Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen, Math. 25,26.
In seiner Begrüßung hieß Mario Kager, Vorsteher der Gemeinde, alle Besucher, die zum Teil schon viele Jahre an dieser Veranstaltung teilnehmen, als Freunde, als Schwestern und Brüder im Herrn herzlich willkommen. Die unter Freunden oftmals leicht dahingeworfene Formel „ Wie geht´s?“ erweiterte Kager zu der Frage: "Wie geht´s deinem Herzen?" "Wie steht es mit deinem Glauben?" Bevor wir diese Frage leichtfertig beantworten, sollten wir prüfen, ob es noch die erste Liebe zu unserem Herrn ist, die uns treibt oder andere Motive vorherrschen. Manchmal verhalten wir Gläubigen uns wie Buchliebhaber, die wohl eine große Sammlung handsignierter Erstausgaben besitzen, aber leider nicht mehr richtig zum Lesen kommen.
Die folgende Predigt befasste sich mit dem Gleichnis vom Endgericht, in dem Jesus die Menschen aufruft, ihr Verhalten gegenüber Gott und den Mitmenschen zu überdenken. Glaube nur als „innere Angelegenheit“ anzusehen und der Not und dem Leid des Nächsten gegenüber gleichgültig und tatenlos gegenüberzustehen, sei nicht akzeptabel. Die Aussage Jesu dazu ist glasklar „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, (Math. 25,40). Das ist der Maßstab unseres Gottes!
Nach einem weiteren Predigtbeitrag von Priester Arno Nothaft feierte die Gemeinde heiliges Abendmahl, zu dem alle getauften Christen herzlich eingeladen waren. Feierlich eingebettet wurde die Liturgie in die Liedbeiträge des gemischten Chores unter der Leitung von Diakon Dieter Porbadnigk. Einen Schlusspunkt setzte das von der gesamten Gemeinde fröhlich intonierte Loblied „Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren“.
Bei einem kleinen Imbiss im Anschluss nutzten viele Gottesdiensteilnehmer die Gelegenheit zu einem regen Gedankenaustausch. Dabei waren unter anderem Landrat Heinrich Trapp, zahlreiche Stadträte, Mitglieder des Seniorenbeirates und des Vereins Andererseits e. V.