Die Neuapostolische Gemeinde Dingolfing hatte eingeladen. Am 30.4.2017 zum 17. „Bürgergottesdienst“, einem Gottesdienst mit Freunden und Gästen aus der Stadt und dem Landkreis. An der sonntagmorgendlichen Feierstunde nahmen ca. 70 Besucher, darunter zahlreiche Ehrengäste teil, u.a Landrat Heinrich Trapp, Stadtrat Hans Brennsteiner und Kreisrat Bernd Vilsmeier. Umrahmt wurde die Feierstunde vom gemischten A-capella Chor der Kirchengemeinde unter Leitung von Dieter Porbadnigk.
Gemeindevorsteher Mario Kager begann den Gottesdienst mit der Frage: ob es denn schwer war, sich diesen Termin für den Sonntag freizuhalten? Läuft der Sonntag nicht bei uns allen Gefahr als Reservetag für die, während der Woche nicht erledigten Aufgaben, Verwendung zu finden! Es bedürfe vermutlich schon ein wenig Anstrengung, sich, auch in der nachösterlichen Zeit, den eigentlichen Grund für unseren christlichen Sonntag bewusst zu machen: der Tag des Herrn, die Auferstehung unseres Erlösers.
Als Grundlage für die weitere Predigt hatte der Gemeindevorsteher ein Wort aus dem Korintherbrief vorgelesen: „Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist welcher ist Jesus Christus“ (1. Korinther 3, 10). Da machte Kager deutlich, dass der Grund für uns Christen das Evangelium Jesu Christi sei. Der, der als wahrer Mensch und wahrer Gott auferstanden ist und wiederkommen wird. Der, den wir in unserem gemeinsamen Glaubensbekenntnis von der Empfängnis der Maria bis zur Himmelfahrt bezeugen.
Auf dieser Grundlage hatten die ersten Christen die Mauern ihrer Gemeinden gebaut. Kager bezog sich dabei auf die Apostelgeschichte (Apostelgeschichte 2, Vers 42): „Sie blieben aber beständig in der Apostellehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Natürlich habe der „Bau Gottes“ auch eine Tür und Fenster. Elemente, die beim natürlichen Hausbau Gegenstand vielfältiger Überlegungen seien . Für seine Gemeinde hat das Jesus klar und unmissverständlich gesagt: „Ich bin die Tür; so jemand durch mich eingeht, der wird selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ (Johannes 10, Vers 9).
Zum “Fenster“ erwähnte Kager die alte Geschichte des Daniel (Daniel 6, 10), der sich mitten im babylonischen Exils, trotz seiner staatsragenden Aufgaben, dreimal am Tag zurückzog, das Fenster seiner Sehnsucht nach Jerusalem, seiner Heimat, öffnete und dort betete.
Letztendlich sei über alles aber das Dach göttlicher Gnade gebreitet. Nicht unser Verdienst, sondern die Gnade unseres Gottes wird uns, als seine Kinder, retten. Wir wollen als „Bauende“ an seinem Werk bleiben und mit derselben Begeisterung wie das „Bauleute“ eben tun, davon erzählen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles endete der Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.
Auch in diesem Jahr konnte die Beauftragte für Öffentlichkeitarbeit, Sonja Urbanski, einen Spendenscheck vom Missionswerk der Neuapostolischen Kirche für ein Projekt im Landkreis überreichen; dieses Mal an den Verein „andrerseits e.V.“ Bei „andrerseits e.V.“ kümmern sich ehrenamtliche Mitarbeiter um den „kulturellen Austausch für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Es soll ein lebendiger Ort werden für Koch-und Musikabende, Workshops , Lesungen und künstlerische Aktivitäten“. Die erste Vorsitzende, Christa Mennerich freute sich mit der gesamten Vorstandschaft (im Bild Christa Mennerich, Ursula Dörner, Almuth von Trotha; Cevriye Aker, Marco Gambel) und bedankte sich herzlich für den Spendencheck über € 1.000,- bei der Neuapostolischen Kirchengemeinde. Der Sonntagvormittag klang bei vielen angeregten „Nachgesprächen“ mit einem Imbiss im Foyer der Kirche aus.