Am Sonntag, den 10.05.2026, feierte Bischof Paul Hepp, der stellvertretende Leiter des Apostelbereichs München, einen Gottesdienst in Passau, zu dem auch die Gemeinden Vilshofen und Pocking eingeladen waren.
Grundlage des Gottesdienstes war Philipper 3,13-14: "Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus."
Zunächst ging der Bischof auf den Muttertag ein und rief ins Gedächtnis, dass es auch Familien ohne liebende und fürsorgende Mutter gibt. Zudem verglich er die Gemeinde mit dem Bild einer Mutter, die Fürsorge und Sicherheit bietet.
Nun griff er das Textwort auf: Das Heil, also die letztendliche Gemeinschaft mit Gott, kann nicht durch eigene Verdienste erlangt werden. Allein die Gnade und Liebe Gottes, die im Opfertod Jesu Christi sichtbar wurden, ermöglichen dem Menschen, dieses Ziel zu erreichen. Gott verlangt von uns Menschen allerdings, dass wir uns zu ihm bekennen, indem wir seine Sakramente empfangen und unser Leben treu am Evangelium ausrichten.
Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden der Gemeindevorsteher von Pocking, Priester Thorsten Dürholz, sowie Priester Tim Feulner gerufen.
Zur Vorbereitung auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl betonte der Bischof, dass die Heilstat des Opfertods Christi nichts Vergangenes ist, was nur vor 2000 Jahren geschehen ist, sondern dass dieses Opfer immer wieder neu vollbracht wird, damit uns immer wieder neu die Sünden vergeben werden können.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Gemeindegesang und Chor umrahmt. Nach dem Gottesdienst boten Kaffee und Kuchen noch die Möglichkeit für den freudigen gegenseitigen Austausch innerhalb und zwischen den drei Gemeinden.