Es hat schon Tradition. Seit mehr als 20 Jahren, immer zwischen Ostern und Pfingsten, treffen sich Freunde, Nachbarn, Ehrenamtliche und Vertreter aus Stadt und Kreis zum „Bürgergottesdienst“ in der neuapostolischen Gemeinde.
Es ist Sonntag, eine kleine, weiße Kirche in der Dingolfinger Bayernwerkstraße. Die Türen stehen offen und aus dem Gebäude dringt froher Chorgesang, im Foyer treffen sich Gemeindemitglieder und zahlreiche Besucher. Sie begrüßen sich mit gedämpfter Stimme und betreten den schlichten Kirchenraum. Die Raumachse lenkt den Blick auf einen einfachen blumengeschmückten Holzaltar. Leises Orgelspiel vor dem Gottesdienst und schließlich das Eingangslied „ Welch ein Freund ist unser Jesus“, ein irisch-kanadisches Gospel, gesungen von der ganzen Gemeinde.
Der diesjährige Gottesdienst stand unter dem Textwort:
Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. (Joh. 15, Vers 9 und 11)
Zu Beginn seiner Predigt erinnerte Gemeindevorsteher Dr. Mario Kager an die traditionelle Anrede unter Christen „Liebe Schwestern und Brüder“, die heute eher verschämt verwendet wird , aber doch ein Bekenntnis zur Einheit und Zusammengehörigkeit unter den Christen sei.
Der Kernsatz „Bleibt in meiner Liebe“ ermahne uns Christen daran, unsere Nächsten- und Gottesliebe, die wir so nach außen kehren , immer auf Wahrhaftigkeit in Christo zu überprüfen.
Jesu Liebeshandeln war nicht an Bedingungen geknüpft und frei von Erwartungen nach Lob, Dank und Ehre. In diesem Zusammenhang wandte sich Kager speziell an die anwesenden ehrenamtlichen Mitglieder der „Freiwilligengenagentur“ und der „Tafeln,“ die mit ihrem nachhaltigen Einsatz ein Vorbild für echtes christliches Engagement in unserer Stadt seien.
Wie in den Jahren zuvor konnte den Ehrenamtlichen eine Spende des Hilfswerkes der neuapostolischen Kirche, „humanaktiv e.V.“, übereicht werden.
So nahm Laura Dullinger für die Freiwilligenagentur Landau-Dingolfing e.V. einen Spendenscheck von 2.000.- € in Empfang.
Die Leiterin der Ortsgruppe Dingolfing der „Arnstorfer Tafel“, Anneliese Hartl, durfte sich über Sachspenden im Wert von 500.-€ für die Dingolfinger Ausgabestelle freuen.
Der sonnige Sonntagvormittag fand seinen Ausklang bei einem kleinen Buffet und vielen angeregten Gesprächen im Foyer und dem Kirchhof.